"… an allen alten Traditionen festhalten" - Lebenswelt und Selbstverständnis des Hochadels am Beispiel des Fürstenhauses Thurn und Taxis in der Zeit von Fürst Albert I. (1888-1952)

Fiederer, Fabian

Wilhelm Imkamp / Peter Styra (Hg.): Thurn und Taxis Studien - Neue Folge, Band 5

Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2017

Umfang: 456 S., 31 Textabbildungen, gebunden

Autorenportrait: Fabian Fiederer, Dr. phil., geb. 1984, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie. Er ist Mitarbeiter am Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg.

64 Jahre bestimmte Fürst Albert I. die Geschicke des Hauses Thurn und Taxis. Die "Postfürsten" waren eine der vermögendsten Familien Deutschlands, ihre Lebenswelt und ihr Selbstverständnis waren von hochadeliger Prägung. An kaum einem anderen nicht-regierenden Hof leistete man sich eine derart kostspielige Hofhaltung. Auch die Brüche der Jahre 1914/18, 1933 und 1945 brachten hier kaum Veränderung: Mäzenatentum, Jagd, Hofbälle und ausgedehnte Landpartien - in der Zeit Fürst Alberts änderte sich an diesem Habitus so gut wie nichts. "Solange es irgend möglich ist", so der Fürst, solle man "an allen alten Traditionen festhalten". So gelang es der Familie erfolgreich, "oben" zu bleiben.

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